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Lawn to be wild

TREIBHAUS Landschaftsarchitektur | Hamburg

Dipl.-Ing. Gerko Schröder, Landschaftsarchitekt

Treibhaus sind Deniz Dizici und Gerko Schröder. Seit 2005 arbeiten sie zusammen.

Treibhaus begreift sich als Werkstatt, in der an den Standorten Berlin und Hamburg im engen interdisziplinären Austausch mit Partnern Projekte und Wettbewerbe bearbeitet werden. Sie lieben es zu entwerfen und neue Dinge zu erfinden – vom kleinen Detail bis zur großen Vision, mal zurückhaltend, mal provozierend.

"Jede Aufgabe ist anders und erfordert spezifische Lösungen, das ist das Schöne an unserem Beruf." sagen die beiden Landschaftsarchitekten.

Besondere Arbeitsschwerpunkte des Büros sind prozessorientierte, städtebaulich-freiraumplanerische Projekte sowie der Entwurf und die Realisierung von zeitgemäßen urbanen Landschaften.

Vom Rasengitter zur Wiesenvielfalt

Gerko Schröder von Treibhaus spricht über Unterschiedlichkeiten und Mehrwert für Wohnquartiere

von Sabine Lauffer, Freiburg | diestadtbetrachterin.de

Wilde Vielfalt statt starre Strukturen, Multifunktionalität und Einmischung in größere Maßstäbe, dies sind nur einige Stichworte um die Arbeitsweise von Treibhaus zu beschreiben.
2005 haben die Landschaftsarchitekten Gerko Schröder und Deniz Dizici, das Büro Treibhaus in Berlin gegründet. Begonnen hat alles 2003 mit dem Lenné-Preis, dem weltweit größten Ideenwettbewerb für junge Garten- und Landschaftsarchitekten. Danach folgten zahlreiche Wettbewerbsgewinne, oft in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Teleinternetcafe. Überhaupt wird das gemeinschaftliche Arbeiten mit verschiedenen Disziplinen bei Treibhaus sehr geschätzt, um einen breiteren Blickwinkel zu ermöglichen.
Ihre unbefangene Herangehensweise ist bei ihren Projekten spürbar. Für das Columbiaquartier Tempelhof in Berlin sahen sie eine Vergnügungsmeile vor, multikulturell und interkulturell, um die Vielfalt der Stadt aufzuzeigen. Freiraum wird nicht nur als Erholungsraum gesehen, sondern als Entwicklungsraum - vom Apfelbaum zum Stadtteil-Apfelsaft.

Bei der Bestandsaufnahme für das Kreativquartier München ergab sich die Situation, dass sich dort in den bestehenden Hallen, Nischen und Hinterhöfen bereits eine lebendige Kunst- und Kulturszene etabliert hatte. Einen Zustand, den die Planer von Treibhaus erhalten wollten. Als Leitidee entstand der Wunsch, dem Quartier keine festen Strukturen zu verpassen, sondern anhand einer Entwicklungsstrategie einen Entwicklungsprozess in Gang zu setzen, zwar innerhalb eines festgelegten Rahmens aber dennoch mit offenem Ende. Wichtig war ihnen die intensive Diskussion mit den bestehenden und zukünftigen Nutzern vor Ort.
Die Einbeziehung der „Experten“ vor Ort zeichnet auch die Herangehensweise für das Freiburger Projekt aus. Das sogenannte „Zähringer Band“ für das Areal zwischen Zähringen und Gundelfingen. Links und rechts entlang der Gundelfinger Straße sollen 1.400 Wohnungen entstehen. Herausgekommen ist ein Entwurf, derdie Fahrradstadt Freiburg als Hauptthema aufgreift. Vorgesehen sind vielseitige, gemischte Quartiere mit unterschiedlichen Gebäudetypologien, die hauptsächlich über Fahrradwege erschlossen werden. Stadthöfe, Velohöfe, Gartenhöfe, Dorfbachpark und grüne Hügel verbinden Stadtraum und Natur.

TREIBHAUS Landschaftsarchitektur | Hamburg

Treibhaus entwirft mutige und provozierende Konzepte, in denen sie Effizienz und Wohnqualität in Einklang bringen, vernetzte urbane Quartiere schaffen, aus Parkhäusern Wohnraum entstehen lassen, Grünflächen nicht nur im Erdgeschoss vorsehen, sondern auch vertikal an Fassaden und auf Dächern und die dann durchaus zu öffentlichen Räumen werden können. Sie setzen Entwicklungsprozesse in Gang, lassen neue Gemeinschaften entstehen und multidimensionale Freiräume. Sie sind überzeugt davon, dass sich Landschaften und Freiräume nicht abschließend entwerfen lassen, dass sie permanent vorhersehbaren und unvorhersehbaren Veränderungen unterworfen sind.

TREIBHAUS Landschaftsarchitektur | Hamburg
www.treibhaus.land