• © HPP Architekten | Fotos: Klaus Polkowski
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  • Stadt Freiburg © P. Seeger

Das neue SC-Stadion | Bundesweites Aushängeschild für Freiburg als nachhaltige Stadt

Mittagsführung mit Oberbürgermeister Martin Horn unter fachlicher Begleitung durch Antonino Vultaggio | HPP Architekten GmbH

Der Entwurf des Fußballstadions für den SC Freiburg sieht einen Baukörper mit klarer, zeitloser Eleganz vor, der eine identitätsstiftende Architektur für den SC Freiburg ausbildet. Im Vordergrund stand für den Entwurf das gemeinsame Erlebnis für alle Fans: die Einbettung in die Landschaft gewährleistet durchgehend eine ebenerdige Erschließung des inneren Umlaufs, sodass jeder Besucher das Spiel gleichermaßen erleben kann.

Martin Horn sagt dazu |
Es freut mich, Sie durch das neue SC-Stadion am Wolfswinkel führen zu können. Ich habe dieses neue Gebäude ausgesucht, weil es zukünftig bundesweit das neue optische Aushängeschild für Freiburg unter anderem als nachhaltige Stadt darstellen wird. Durch die Leichtigkeit der Architektur und die tolle Rundum-Kulisse des Schwarzwaldes ist es auch ein Hingucker geworden und wird das Bild unserer Stadt medial stark prägen. Das Stadion steht für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Mit der künftig weltweit größten Solaranlage auf einem Stadiondach und der Wärmeversorgung aus Industrieabwärme setzt es ein zeitgemäßes Signal für erneuerbare Energien, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die digitale Infrastruktur des Stadions sowie die nötige Ausstattung für E-Mobilität geben ebenfalls Antworten auf wichtige Fragen unserer Zeit. Deshalb denke ich, dass das Stadion das neue Wahrzeichen der Stadt der „Zwanziger Jahre“ dieses Jahrhunderts werden wird.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Architekturtage 2021 Alternativen? Architektur! | Alternatives? Architecture! in Kooperation mit dem Europäischen Architekturhaus Oberrhein statt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.

Auf Grund der hohen Nachfrage zu dieser Veranstaltung ist es uns leider nicht möglich Ihre persönlichen Anfragen zu beantworten. Wir danken für Ihr Verständnis.

Vielen Dank für Ihr großes Interesse an dieser Veranstaltung. Leider werden wir diese nicht nochmals anbieten können.
Der SC Freiburg will im Laufe des Jahres 2022 allen Interessierten, die Möglichkeit bieten, das neue Stadion durch eine Führung kennen zu lernen.
Aktuell wünschen wir dem SC Freiburg einen erfolgreichen Umzug.

Kooperation

Ein nachhaltiges Stadion mit Atmosphäre

von Sabine Lauffer, Freiburg | diestadtbetrachterin.de

Die ersten beiden Spiele hat der SC Freiburg in seinem neuen Stadion bereits bestritten, als das Architekturforum zur Stadionführung mit Oberbürgermeister Martin Horn und dem Architekten Antonio Vultaggio, Senior Partner bei HPP Architekten, einlud. Begleitet wurden sie von Jochen Tuschter, dem Leiter der Projektgruppe neues Fußballstadion der Stadt Freiburg und Herrn Wunder von der SC Fanbetreuung.

Martin Horn ist bekennender SC Freiburg Fan, Vorstandsvorsitzender der Stadiongesellschaft und überzeugt vom neuen Stadionbau. Das wurde bereits in den ersten Sätzen seiner Einführung klar:

„Ohne Prunk und Protz, passend zu Freiburg und zum Sportclub. Ein Stadion, dass von außen filigran und von innen kompakt ist, in dem man als Fan nah dran ist am Spielfeld.“

Martin Horn

In Freiburg war vor allem der Standort mit einem Geländegefälle von 4,5 Meter eine Herausforderung und wegen des nahen Flugbetriebs gab es keine Möglichkeit in die Höhe zu bauen, erklärte Antonio Vultaggio von HPP Architekten. Das im Entwurf von Sportbauten erfahrene Architekturbüro konnte 2017 das europäischen Bieter-Ausschreibungsverfahren gewinnen. Die Architekten lösten dieses Problem, in dem sie aus dem Gelände einen Hügel formten und die Arena darin einbetteten. An den Ecken erhielt das Stadion übersichtliche und großzügige Eingänge. Die Fans werden über einen breit angelegten Boulevard zum Spielort geleitet, mit freiem Blick zum Stadion. Gute Sicht gibt es auch durch das freitragende Dach von allen Tribünenplätzen auf das Spielfeld. Von einer gelungenen Akustik hatte sich Martin Horn bereits beim ersten Spiel überzeugt.

Richtig nachhaltig wird das Stadion ab nächstem Jahr. Für 2022 ist die Fertigstellung des Solardachs geplant. Dem größten Solardach der Welt auf einem Fußballstadion, das den gesamten Energiebedarf decken soll und dem Stadion über das Jahr gesehen einen energieneutralen Betrieb ermöglicht. Ergänzt wird das innovative Energiekonzept mit Abwärme aus einer benachbarten Industrieanlage und Batteriespeicher statt Diesel zum Betreiben des Notstromaggregats. Nachhaltigkeit verspricht auch das Verkehrskonzept, mit der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und den 3.700 Fahrradstellplätzen.

Von der Südtribüne ging es in die Innenräume, durch den Einlaufgang in die sogenannte Mixed Zone, in den Presseraum und in den in nüchternem Grau gehaltenen Umkleideraum der Gäste. Für Viele ein Highlight war der Besuch der „Heimkabine“, die in den SC Farben schwarz-rot gestaltet ist. In den darüberliegenden Geschossen befindet sich der über 3 Ebenen erstreckende Businessbereich, der an Nichtspieltagen vermietet werden kann.

„Neben Architektur geht es auch um Wirtschaftlichkeit und Spielbetrieb.“

Antonio Vultaggio

OB Martin Horn verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass das Namensrecht eines Stadions nicht geregelt ist und mit dem Namen Europa-Park-Stadion dem SC Freiburg ein regionaler Identifikator gelungen ist. Für die Fans ist sicherlich auch die Offenheit des Stadions mit vielen Blickbezüge in den Schwarzwald wichtig, in Anlehnung an das alte Dreisamstadion zur nachhaltigen Identifikation.

Trinationale Architekturtage 2021

Die Mittagsführung durch das neue Stadion ist eine Veranstaltung im Rahmen der Trinationalen Architekturtage 2021 (24.09.-31.10.2021). Es ist das größte grenzüberschreitende Architekturfestival mit über 250 Veranstaltungen, die vom Europäischen Architekturhaus begleitet werden. Die Veranstaltungen setzen sich dieses Jahr mit Lösungen und Alternativen in der Architektur in der Region Oberrhein und darüber hinaus auseinander.

OB Martin Horn und HPP Architekten GmbH
www.hpp.com